15.03.2017

Erste JU-Halstücher übergeben -  Junge Union kämpft weiter für den Erhalt beider Geburtsabteilungen im Landkreis


Hebamme Simone Färber (m.) freut sich mit ihrem Team über die ersten Halstücher für Neugeborene im Landkreis, die der JU Kreisvorsitzende Andreas Ofenbeck zusammen mit Katrin Paterman überreichte.
Hebamme Simone Färber (m.) freut sich mit ihrem Team über die ersten Halstücher für Neugeborene im Landkreis, die der JU Kreisvorsitzende Andreas Ofenbeck zusammen mit Katrin Paterman überreichte.

 

Halstücher für Babys retten leider nicht unmittelbar die Geburtsabteilungen im Landkreis – das war der Jungen Union aber auch bewusst, als wir die Aktion vor einem Monat angekündigt haben. Seitdem haben sich die Ereignisse überschlagen und mit der angekündigten Schließung der Geburtshilfeabteilung in Bad Tölz scheint das Ziel nicht mehr erreichbar, beide Abteilungen im Landkreis erhalten zu können – zumindest vorerst und hoffentlich nur zeitlich begrenzt!

 

Es scheint dem logisch denkenden Menschen unverständlich, wenn in einem Landkreis mit der Prognose auf starken Bevölkerungszuwachs (und damit erhöhten Geburtenzahlen!) Geburtsabteilungen schließen müssen. Sei dies nun, weil sich angesichts unter anderem zu hoher Versicherungsbelastung keine Belegärzte finden lassen, oder weil ein Konzern eine wenig profitable Einrichtung gerne schließen oder an den Landkreis zurückgeben will – oder beides. Die Hintergründe werden am 17. März erst im stillen Kämmerlein und unter Ausschluss der Öffentlichkeit den Kreisräten verraten, bevor diese dann binnen kürzester Zeit langfristig wirkende Entscheidungen per Abstimmung treffen müssen. Landrat Niedermaier hat sich bereits festgelegt: Wolfratshausen sei nicht zu halten. Daher soll sich der Landkreis offensichtlich lieber dem Wohlwollen eines auf Profit ausgerichteten Klinikkonzerns aussetzen, der mit einer hohen Summe subventioniert werden soll.

 

Viele Argumente für die Schließung einer der beiden Abteilungen greifen ins Leere. Etwa das Argument, ein hoher Prozentsatz der werdenden Eltern im Landkreis würde ohnehin bereits in die größeren Kliniken mit Kinderabteilung ausweichen, trifft nur bedingt zu. Natürlich steht es den Eltern frei, die Klinik zu wählen, die ihnen am geeignetsten erscheint und wo sie sich auch wohl fühlen. Eltern mit Frühchen, Mehrlingsgeburten und bei denen Komplikationen in der Schwangerschaft auftreten hingegen werden von den Ärzten bzw. Kliniken im Landkreis an die größeren Kliniken verwiesen, und das ist auch richtig so. Fakt ist, dass die Hebammen und Ärzte in Wolfratshausen und Tölz einen tollen Job machen und die werdenden Mütter und Väter mit viel persönlichem Engagement betreuen – individuell und professionell.

 

Wir stehen daher dazu: Schee dass’d da bist, Wolfratshauser Abteilung! Schee, dass’d noch da bist und hoffentlich wieder aufmachst, Tölzer Abteilung!

 

Am 20. März 2017 laden wir gemeinsam mit der Grünen Jugend ins Wirtshaus Flößerei ein zu einem Informations- und Diskussionsabend, bei dem die Frage „Was sind uns unsere Kinder wert?“ im Zentrum stehen wird. Alle interessierten Mitbürgerinnen und Mitbürger können sich dann über die aktuelle Lage informieren und mitdiskutieren, welche Optionen ihnen sinnvoll erscheinen. Beginn ist um 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei.

 

 

Abschließend möchten wir uns bei den Unterstützern bedanken, die diese Aktion ermöglichen:

Schilcher Dach GmbH (Bad Heilbrunn)

Kleine Schmuckstube "Laden für Schönes" (Egling)

Jill Ofenbeck Babyfotografie (Wolfratshausen)

Raumgestaltung Ruderer (Egling)

Stoff-Creativ (Bad Tölz)