13.11.2015

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle zu Gast beim "Politischen Herbst 2015".


Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) stimmte beim Politischen Herbst der Wolfratshauser Jungen Union das Loblied auf das bayerische Bildungssystem an.
Seinen Auftritt beim Politischen Herbst der Jungen Union hat Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) mit zwei Sprüchen umrahmt. "Ich bin hier nur die Vorgruppe für den Altmeister", sagte er mit Blick auf Edmund Stoibers Einlage am 2. Dezember. Zum Ende seiner Rede im Wirtshaus Flößerei vor rund 35 Zuhörern wurde er dann sogar ganz grundsätzlich.
Dazwischen spulte Spaenle als Alleinunterhalter und Anheizer für den Altministerpräsidenten routiniert die gewissermaßen größten Hits des bayerischen Bildungssystems der 70er, 80er und 90er ab - und das Beste von heute. Applaus inklusive. Freiwerdende Lehrerstellen würden im Freistaat nicht etwa eingespart, sondern zum Beispiel zur Unterstützung von Flüchtlingen eingesetzt. An allen Erstaufnahmeeinrichtungen gebe es Sprachkurse mit staatlichen Kräften, sagte er.
In derzeit 440 zusätzlichen Übergangsklassen könnten Flüchtlingskinder Deutsch lernen, um den Übertritt in den regulären Unterricht zu schaffen. Spaenle rechnet mit einer Aufstockung auf 1600 solcher Einheiten im kommenden Schuljahr. Berufsintegrationsklassen gebe es nur in Bayern: Heuer sei der erste Jahrgang fertig und in Ausbildung vermittelt worden, die zum Teil ebenfalls mit Kursen assistiert werde. Statt bislang 420 solcher berufsvorbereitender Klassen werde es künftig 1200 geben.
Spaenle verfocht zudem die Meinung, dass im Bildungssystem die differenzierende Struktur aus Mittel-, Realschule und Gymnasium ebenso nötig wie erfolgversprechend sei und die erste Säule bilde. Die organisierte Durchlässigkeit von unten nach oben bilde die zweite Säule. Rund 40 Prozent aller Studierenden stammten nicht vom Gymnasium, sondern hätten ihren Weg über FOS und BOS genommen. Manchen bräuchten eben eine "zweite, dritte, vierte oder fünfte Chance", sagte Spaenle.
Drittens müsse es für jeden Abschluss einen Anschluss geben, sprich eine weiterführende Schule oder Ausbildung. Zuletzt müssten Schulen jenen Kindern, die mehr Zeit brauchten, diese auch zugestehen. Künftige Schwerpunkte seien Ganztagsunterricht, Inklusion und Eliteförderung, die aller Kritik zum Trotz "das sozial Gerechteste ist, das es gibt", wenn etwa das Potenzial einer jungen Muslima auf der Mittelschule früh erkannt und gefördert werde.
Nach dem kurzen Klagelied, dass nur noch drei von 16 Kultusministerien unionsgeführt seien, intonierte der dienstälteste dieser Minister seine Zugabe aufs Amt und die Länderhoheit bei der Bildung: "Außer dem Herrgott, der Schwiegermutter und dem Horst ist niemand über mir", sagte Spaenle. "In der Reihenfolge."

Textquelle: SZ vom 13.11.15  /  Bildquelle: dpa

14.11.2015

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle zu Gast beim "Politischen Herbst 2015"

Quelle: GM vom 14.11.2015

21.11.2015

Weitere Berichterstattung zum Besuch des Kutusministers in der Flößerstadt.

 

 

 

 

 

 

Quelle: Gelbes Blatt vom 21.11.2015